Ein Anfang ist gemacht

Adelige und bürgerliche Familienverbände trafen sich in Gotha

Erstmals trafen sich in Gotha Vertreter vom Bund der Familienverbände (BdF) und der Vereinigung der Deutschen Adelsverbände (VdDA) am 21.11.2015 zu einer gemeinsamen Tagung unter dem Titel „Familien und Familienverbände auf dem Weg in die Zukunft“. Begrüßt wurden die Teilnehmer in Vertretung des Oberbürgermeisters von Marlies Mikolajczak, die sich über die Veranstaltung in der Stadt sehr erfreut zeigte.

Verbindendes und stets aktuelles Thema waren die Familie, sowie die Zukunft der Familienverbände als genealogische und zugleich als Verwandtschaftsvereinigungen. Genealogie ist für beide wichtig. Allerdings haben die aktuellen (gesetzlichen) Veränderungen der Familien direkten Einfluss auf die Gestalt der adeligen Familienverbände. Ein wesentlicher Aspekt aller Diskussionen war die Frage, wie man junge Menschen für Familie und Genealogie begeistern könne.

Gotha als „Stadt der Genealogie“ zeigte sich vor dem Hintergrund großer deutscher und europäischer Geschichte als perfekter Ort der Veranstaltung. Hier hatte Anfang Oktober der 67. Deutsche Genealogentag stattgefunden und zwei Wochen später die UNESCO, aufgrund wichtiger Archivalien, diese als Kulturerbe-Stadt geehrt.

Dirk v. Hahn, Beauftragter der Familien und Familienverbänden des Adels, berichtete im Beisein einer Vertreterin der Stadt, aus dem Bereich der Gartenpflege, von Plänen einer gemeinsamen Erinnerungskultur, auf dem alten Gothaischen Stadtfriedhof Begräbnisstätten für Familienverbände zu schaffen.

Den Teilnehmern wurde vor den Hintergrund der Vorschläge der Vorsitzenden ihrer jeweiligen Vereinigungen sehr deutlich, dass in der Residenzstadt Gotha nicht nur die eigenen Interessen zusammenlaufen, sondern historisch wie zukünftig dort genau der richtige Ort ist, Projekte, die auf die Bewahrung eines wichtigen Teil der historischen Identität gerichtet sind, umzusetzen.

Familienfoto Tagung Familienverbände in Gotha

 

Aufnahme: Georg-Wilhelm v. Graevenitz